2008
29
Apr
“Finanzieller Offenbarungseid: Wie die Linkspartei unser Land in den Ruin treiben will”
“Finanzieller Offenbarungseid: Wie die Linkspartei unser Land in den Ruin treiben will” - so der Titel einer neuen Informationsbroschüre der CDU zum Thema Linkspartei. Hier einige Auszüge:
“Die Linkspartei strebt einen sozialistischen Staat an. Ihr Ziel ist die Veränderung unserer Gesellschaft und unserer freiheitlichen Grundordnung. Um hierfür die notwendigen parlamentarischen Mehrheiten zu bekommen, verspricht die ehemalige SED/PDS das ‘Blaue vom Himmel’ und zeigt sich freizügig bei der Gewährung vermeintlicher sozialpolitischer Wohltaten. (…) Die Linke betont das im Einzelfall Wünschbare und blendet das Machbare und Vertretbare aus. (…) Es wird vorgegaukelt, dass jeder Einzelne seine Wünsche auf Kosten der Gemeinschaft erfüllt bekommen kann.
Für die astronomischen Summen, die die Versprechungen der Linken kosten würden, kann die Linkspartei keinen tragfähigen Finanzierungsansatz vorlegen. Alles soll möglich sein, bei gleichzeitiger Reduzierung sowohl der Wochen-, als auch der Lebensarbeitszeit. Bei vollem Lohnausgleich und einem gesetzlichen monatlichen Mindestlohn von mindestens 1.400 Euro brutto werden die 30-Stunden-Woche und der Renteneintritt mit 60 Jahren angestrebt. (…)
Die durch Anträge der Linkspartei im Parlament beleg- und bezifferbaren Vorschläge haben eine jährliche Finanzwirkung von ca. 126 Milliarden Euro. (…) Schon diese Maßnahmen entsprächen Mehrausgaben bzw. Mindereinnahmen von fast 50 Prozent des heutigen Bundeshaushaltes! (…)
Die Realisierung der genannten und bezifferbaren Vorstellungen der Linken zögen Mehrausgaben bzw. Mindereinnahmen von jährlich mindestens 200 Milliarden Euro nach sich. Dies entspricht mehr als zwei Dritteln des Bundeshaushaltes. Allein um dies zu finanzieren, müsste die Mehrwertsteuer - statt sie zu senken - theoretisch auf über 40 Prozent angehoben werden. (…) Der finanzielle Ruin unseres Gemeinwesens wäre schnell erreicht und unser Land seiner Handlungsmöglichkeiten beraubt - ein Zustand, mit dem wesentliche Teile der Linkspartei angesichts der finanziellen Handlungsunfähigkeit der DDR Ende der 80er Jahre auch schon reichlich Erfahrung gesammelt haben.”
Erwartungsgemäß ist die Linkspartei über den CDU-Flyer alles andere als begeistert. Linke-Geschäftsführer Dietmar Bartsch wirft der CDU denn auch vor, sie verbreite “Halbwahrheiten und Lügen” über die Linke. Was er allerdings schuldig bleibt, ist eine differenzierte inhaltliche Stellungnahme zu den von der CDU angeführten Kritikpunkten. Insofern könnte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla durchaus Recht haben: ”Die Linkspartei fühlt sich ertappt.”

Wie unter anderem